Stadtteil
Neckargartach: Industrie und alter Ortskern
Industriell geprägt im Nordwesten – Audi-Werk, Hafen, Logistik am Neckar.
Neckargartach ist Heilbronns Industriestandort. Audi-Werk, Hafen Heilbronn (einer der größten Binnenhäfen Süddeutschlands) und Logistik dominieren das Quartier. Daneben gibt es einen alten Dorfkern mit Kirche und Vereinsleben.
Inhaltsverzeichnis
Neckargartach in Zahlen
| Kennzahl | Neckargartach |
|---|---|
| Einwohner | 11.046 (Stand 31.12.2025) |
| Fläche | 11,26 km² |
| Bevölkerungsdichte | 981 Einwohner je km² |
| Erste Erwähnung | 767, seit 1161 als Neccargardacha |
| Eingemeindung nach Heilbronn | 1. Oktober 1938 |
Einwohner, Fläche und Dichte: Stadt Heilbronn, Stadtteilinformationen zum 31.12.2025.
Vom Bauerndorf zum Industriestandort
Neckargartach wird 767 erstmals genannt, ab 1161 in der Form Neccargardacha. Die industrielle Wende kam im 19. Jahrhundert: 1840 entstand eine Papiermaschinenfabrik, dazu kamen Brauereien, eine chemische Fabrik und eine Ziegelei. 1895 wurde hier das erste württembergische Automobil gebaut.
Am 1. Oktober 1938 wurde Neckargartach zusammen mit Sontheim nach Heilbronn eingemeindet. Die Industrieprägung ist geblieben: Der Heilbronner Hafen und große Produktions- und Logistikflächen liegen auf Neckargartacher Gemarkung.
Sehenswertes im Stadtteil
- Evangelische Peterskirche: aus dem 18. Jahrhundert, Mittelpunkt des alten Ortskerns.
- Altes Rathaus: Bau aus dem 17. Jahrhundert, eines der ältesten erhaltenen Gebäude des Stadtteils.
- Neckargartacher Neckarbrücke (1905): historische Flussquerung, bis heute in Betrieb.
- Katholische St.-Michael-Kirche (1959) und die ehemalige Ebenezer-Kapelle von 1890.
- KZ-Friedhof mit Mahnmal: Gedenkort für die Opfer des Außenlagers Neckargartach.
- Historisches Pumpwerk und Ludwigsche Mühle: technische Denkmale aus der Industriezeit.
Der KZ-Friedhof ist der ernsteste Ort im Stadtteil und gehört zur Heilbronner Erinnerungslandschaft, zusammen mit der Synagoge und dem Jüdischen Zentrum in der Innenstadt.
Anreise und Nahverkehr
- Straßenbahn und Bus: Neckargartach ist seit 1928 an das Heilbronner Schienen- und Busnetz angebunden, heute über Stadtbuslinien des Heilbronner Nahverkehrs.
- Auto: gute Anbindung über die Nord-Süd-Achsen des Stadtgebiets, Innenstadt in rund zehn Minuten.
- Rad: über den Neckar-Radweg direkt mit der Innenstadt und dem Neckarbogen verbunden.
Während des Heilbronner Weindorfs gibt es nachts Sonderlinien Richtung Neckargartach und Biberach sowie über die Peter-Bruckmann-Brücke Richtung Sachsenäcker.
Häufige Fragen
Wie viele Einwohner hat Neckargartach?
11.046 Einwohner zum 31. Dezember 2025, auf 11,26 Quadratkilometern Fläche.
Wann wurde Neckargartach nach Heilbronn eingemeindet?
Am 1. Oktober 1938, gemeinsam mit Sontheim.
Was ist in Neckargartach sehenswert?
Die evangelische Peterskirche aus dem 18. Jahrhundert, das Alte Rathaus aus dem 17. Jahrhundert, die Neckarbrücke von 1905 sowie technische Denkmale wie das historische Pumpwerk und die Ludwigsche Mühle. Der KZ-Friedhof mit Mahnmal ist ein Gedenkort.
Warum ist Neckargartach so industriell geprägt?
Die Industrialisierung setzte hier bereits im 19. Jahrhundert ein, unter anderem mit einer Papiermaschinenfabrik ab 1840. 1895 wurde in Neckargartach das erste württembergische Automobil gebaut. Heute liegen der Heilbronner Hafen und große Produktions- und Logistikflächen auf der Gemarkung.
Quellen und Stand: Stadt Heilbronn, Stadtteilinformationen Bevölkerung zum 31.12.2025 (geprüft am 23.08.2026) · Stadt Heilbronn, Übersicht der Stadtteile (geprüft am 23.08.2026) · Wikipedia: Neckargartach (geprüft am 23.08.2026)
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